Mit dem „Freischütz“ von Carl Maria von Weber, Libretto von Friedrich Kind wagte sich die Opera Laiblin im Herbst 2019 an ein Werk, das gegenüber dem „Figaro“ eine Steigerung hinsichtlich der Orchesterbesetzung (es wurden vier Hörner gebraucht) und der Größe und Wichtigkeit des Chores darstellte. Gerade noch rechtzeitig wurden die Mitwirkenden in diesen Bereichen gewonnen. Einige Solistinnen und Solisten des „Figaro“ waren wieder dabei: Paula Jeckstadt als Agathe und Julia Hinger als Ännchen, Johannes Maas sang den Max, Leopold Bier den Bauern Kilian. Neu im Ensemble waren Sebastian Gros als Max‘ Gegenspieler Kaspar aus Saarbrücken, Benedikt Lutz als Erbförster Kuno, Gabriel Klitzing als Eremit und Nikolaus Schönball als Fürst Ottokar. Die Sprechrolle des unheimlichen Samiel wurde von Kolja Schreiber übernommen. Da Peter Goller inzwischen im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen arbeitet, übernahm der junge Stuttgarter Dirigent Joachim Schönball die musikalische Leitung.

Die Inszenierung der romantischen Oper von Constanze Barocka und Philpp Hänisch stellte die Ängste und Fantasien des jungen Jägers Max in den Mittelpunkt, der dem Druck, den seine Umgebung auf ihn ausübt, nicht mehr gewachsen ist. Alle vier Aufführungen waren ausverkauft, sodass das nächste Projekt „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, bereits geplant wird.